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Zwerge
Hier möchte ich über das bekannte Volk der Zwerge berichten, von denen man behauptet, sie hätten alle anderen die Kunst des Bergbaus und des Schmiedens gelehrt. Niemand versteht es so wie sie aus Erzen solch perfekte Waffen und Rüstungen herzustellen. Heutzutage trifft man sie nicht mehr in ihren unterirdischen Städten, sondern in denen der Menschen.
Zeldorn, Wanderer und Schriftgelehrter
„ Die Zwerge, nun wir kennen sie alle, diese stämmigen, meist mürrischen Gesellen, deren Augen beim Anblick von Gold erstrahlen. In den Minen von Minoc findet man viele von ihnen, denn dort, wo die Höhlen und Stollen tief sind, fühlen sie sich wohl. Und obwohl sie etwas kleiner sind als wir, ist ihre Stärke doch immens, wenn sie mit ihrer Pike auf Stein schlagen, sprühen nur so die Funken. Die Metalle, die sie aus der Erde gewinnen, sind ihr Glück. Und sie können sie auch meisterhaft verarbeiten. Zwergische Meisterschmiede schaffen es sogar kleine Runen und Zeichen in Rüstungen und Waffen einzugravieren, die dem Träger besonderen Schutz oder der Waffe besondere Kraft verleihen. Sie waren es auch, die in alten Zeiten die magischen Rüstungen erschaffen haben.
Sie sind wahre Arbeitstiere, doch genau das ist es, was ihnen Freude macht! Aber sie verstehen es auch Feste auszutragen, denn wenn mal eine reiche Erzader gefunden wird, feiern sie diese tagelang, und wenn es noch Mytheril ist, dann ist die Freude riesig. Benachbarte Sippen kommen zusammen und es wird getrunken und gegessen. Mit ihrem schmackhaften und starken Zwergenbier wird der Xarasch, der Gott des Erzes gefeiert, natürlich mit Gebeten an Groim, den Schmiedegott um aus dem Erz auch eine gute Arbeit zu machen. Kaum jemand verträgt soviel des kräftigen Gebräus, wie ein Zwerg! Manch ein Abenteuer, der mit einem von ihnen um die Wette trinken wollte, fand sich schon unter dem Tisch wieder, während der Zwerg nahezu noch nüchtern wirkte
Nach einer Feier, wird am nächsten Morgen sogleich wieder die Arbeit mit den Erzen aus der neuen Mine aufgenommen. Und wenn diese dann nach stundenlanger, manchmal mehrere Tage dauernder, schweißtreibender Tätigkeit gelungen ist und sie ihr erschaffenes Werk betrachten, dann strahlen ihre Augen.
Ihnen sind die Höhlen und die Gänge, die unter uns liegen, bekannt wie den Waldelfen die Wälder. Fast jeden Ort kennen sie, und haben besondere Erinnerungen daran. Aber nicht nur gute Schmiede und Bergbauer sind sie, auch mutige und manchmal sehr waghalsige Krieger. Einem Zwerg im Zorn kann kaum etwas entgegen stehen, mit Wucht und Kraft und einem Lied auf den Lippen schaffen sie es, feindliche Heere mit ihren Äxten und Hämmern zu zerschlagen. Jedes Mitglied einer Sippe würde in den Krieg ziehen und alle würden bis zum letzten Atemzug mutig kämpfen. Furcht ist ihnen unbekannt, nur der Magie stehen sie sehr skeptisch gegenüber. Die Magie, die Kleriker von ihren Göttern bekommen, die akzeptieren sie, aber nur schwerlich tun sie es mit anderer Magie.
Sie lebten meist in großen ausgebauten Höhlen, tief unter der Erde. Allerdings hüte man sich, ihre Behausungen „Höhlen“ zu nennen, denn die mit viel Sorgfalt und Handwerkskunst gestalteten Kavernen waren vielmehr Städte als irgendwelche Tierbauten. Während die Elfen ihre großen Städte mithilfe der Magie gestalteten, schufen Generationen von Zwergen ihre sogenannten Bingen mit ihrer Hände Arbeit. Stolz arbeitete der Sohn dort weiter, wo sein Vater sein Werk beendet hatte und es an ihn weitergab. So waren die Städte beständig im Wachstum und in Veränderung um Vollkommen zu werden.
Zwerge halten ihre abgelebten Ahnen in hohen Ehren. Denn nichts soll schlimmer sein, als der verärgerte Geist eines toten Zwerges! So werden die Verstorbenen in großer Achtung gehalten und da Zwerge ein wahrlich ausgezeichnetes Gedächtnis haben, erinnern sie sich an jeden einzelnen.
Aber auch trotz ihres enormen Erinnerungsvermögens ist eines bei ihnen nahezu in Vergessenheit geraten, weil es zwar zur ihrer Geschichte gehört, aber in ihren Augen nicht von großer Wichtigkeit ist. Einst vor vielen Generationen, noch bevor ihre Vettern der Gier und Habsucht verfielen, da lebten sie auf einer Welt, die weit von Höllentor entfernt war und bauten dort ihre Erze ab. Eines Tages geschah ungewöhnliches, Boten der Elfen suchten sie auf, und mit großer Dringlichkeit baten sie um Unterstützung. Sie berichteten vom Entdecken einer neuen Welt und einem gewaltigen Herr der verhaßten Dunkelelfen, das bereit stand diese zu unterjochen. Unter den Zwergen gab es eilige und kontrovers geführte Beratungen, aber schließlich zog eine große Armee von ihnen Seite an Seite mit den Elfen durch ein Weltentor um die Finsternis aufzuhalten.
Nach der Schlacht, die auf Höllentor brodelte und in der Seitens der Elfen und Dunkelelfen eine Menge Magie eingesetzt wurde, mußten die Zwerge feststellen, dass sie zwar einen verlustreichen Sieg errungen hatten, aber doch etwas schiefgegangen war… Die Magier der Elfen waren nicht mehr in der Lage ein Tor zurück in ihre eigene Welt zu öffnen! So mußten sie sich wohl oder übel mit dieser neuen Welt abfinden und sich dort niederlassen. Die Geschehnisse setzten zwar keine Feindschaft, aber doch einen tiefen Groll auf die Unzuverlässlichkeit der Elfen in ihre Herzen.„
====== RP-Guide Zwerge ======
Zwerge und Elfen sind, wie bekannt die langlebigen Rassen der Welt, während die Elfen auf der Oberfläche lebten, hausten die Zwerge unter ihr. Auch, wenn die Lebenserwartung eines Zwerges bei Weitem nicht mit der eines Elfen zu vergleichen ist.
Doch die Finstere Zeit war auch für die tapferen Zwerge eine sehr verlustreiche Zeit, denn sie kämpften bis zum letzten Mann. Ganze Sippen wurden ausgelöscht! Obwohl sie niemals so nachlässig wurden, wie die Menschen, trafen doch die Horden der Finsternis sie mitten ins Herz. Durch hinterhältigen Verrat seitens der Dunkelzwerge, die noch Erinnerungen an geheime Gänge in den Zwergenbingen hatten, gelangten die Feinde mitten in die Städte. So rafften sich die letzten zusammen und zogen nach Minoc, zu den Menschen, dort wo eine alte Zwergenmine war.
Sie werden noch lange brauchen um sich von dem Schock und den Verlusten zu erholen, und in ihren Geschichten erzählen sie viel von der einst glorreichen Zeit, in riesigen Hallen und unterirdischen Städten. Die nunmehr verlassen, zerstört oder von finsteren Kreaturen überrannt, aber niemals von den Zwergen vergessen, unter der Oberfläche Höllentors liegen.
Zwerge sind etwas kleiner als Menschen, sie werden maximal 1,50 m groß, aber breiter gebaut.
Alle männlichen Zwerge tragen eine Bart, ein Bart ist das Symbol der Kraft und der Erfahrung eines Zwerges und je länger er ist, desto respektvoller wird er behandelt.
Die Frauen bevorzugen praktische Frisuren, wie Zöpfe, oder kurze Haare, denn an den Schmiedeöfen sind lange Haarprachten nicht gänzlich ungefährlich, und auch lästig. Ihre Kleidung ist sehr unterschiedlich, früher hatten ganze Sippen bestimmte Farben oder Kombinationen aus Mustern an, aber nun ist das ein Gemisch von den vielleicht letzten Überlebenden und so reichen die Farben von gedeckten Tönen bis zu auffallend bunten Stücken.
Zwerge sind von Natur aus grundehrlich, obwohl sie sehr jähzornig sein können, sind sie aber nie hinterhältig oder gemein.
Ihnen bedeutet ihr Gold sehr viel und sie neigen dazu geizig zu sein, man wird nie beobachten, dass ein Zwerg Gold einfach so verschenkt oder einem Bettler ein paar Münzen in die Hand drückt.
Es ist schwierig, die Freundschaft eines Zwergen zu erringen, aber hat man es einmal geschafft, so weiß man, dass man sich auf ihn vollkommen verlassen kann. Sie stehen loyal zu denen, denen sie die Hand zur Freundschaft reichten. Genauso kann man auf das Wort eines Zwergen bauen, wenn er es einmal gegeben hat, allerdings achten sie genau darauf, wann und wem sie es geben. Junge unerfahrene Zwerge erkennt man häufig daran, dass sie nur den Namen tragen, den sie von ihren Eltern bei ihrer Geburt erhalten haben. Im Laufe ihres Lebens wird ihnen ein weiterer Name verliehen, der entweder für eine besondere Eigenschaft steht, häufig bei guten Handwerkern oder eine besondere Tat. Diese Namen können eine ganz unterschiedlichen Klang haben, als Beispiel die bekannte Schmiedin Xora Eisenhammer oder der Krieger Soran Orkspalter.
Zwergenkrieger benutzen meistens schwere Waffen, wie Äxte und Hämmer, dagegen sind ihnen Hellebarden und Speere zu lang und unhandlich. Im Kampf stimmen sie häufig die Lieder ihrer Ahnen an, welche aufgrund ihrer tiefen, rauhen Stimmen für die Ohren anderer Völker sehr martialisch klingen.
Die Kleriker sind hochangesehene Mitglieder der Gemeinschaft und werden ehrenvoll und mit Respekt behandelt. Meistens üben Männer die Posten aus, obwohl es Frauen nicht verboten ist. Die Götter der Zwerge sind zahlreich und ihren Aspekten nach eher als neutral einzustufen, viele widmen sich den verschiedenen Gebieten des Handwerks, aber unter der Priesterschaft hat der Gott der Schlachten und des Krieges Zorkin die meisten Anhänger.
Die Schützen kämpfen nur mit Armbrüsten, denn sie lieben mechanische Dinge über alles, außerdem sind Armbrüste in den Tiefen handlicher.
Ihre Interesse an glitzerndem Gold, bringt manche unter ihnen in die Verlegenheit, den Mitbürgern in die Taschen zu greifen um so schnell ein paar leuchtende Münzen an sich zu bringen. Allerdings sind Diebe unter den Zwergen eher die Ausnahme, nur sehr wenige schlagen diesen Weg ein und dann auch meist die Untalentierten und Unbeherrschten unter ihnen die nicht wissen anders zu ihrem Vermögen zu kommen.
Es ist für sie von großer Bedeutung mit beiden Beinen fest auf dem Boden Höllentors zu stehen, es ist für sie die Verbindung zum Gestein, mehr noch zu ihren Wurzeln. Aus diesem Grunde verabscheuen sie es auf Schiffen zu reisen oder gar nur einen Fluß zu durchqueren, wenn sie dabei gezwungen sind, zu schwimmen. Es muß schon ein ganz besonderer Anlass gegeben sein um sie zu einem von beidem zu bewegen und auch dann werden sie es nicht ohne Murren ertragen!
Zwerge reiten nie auf Pferden, die sind ihnen einfach zu groß. Da klettern sie lieber auf ein Lama, wenn es unbedingt sein muß, aber nutzen ansonsten lieber ihre Füße. Unterirdisch nutzen sie sowieso keine Reittiere, höchstens Packlamas, da diese ruhiger und kleiner sind als Pferde.
